Verschwendet der Staat Steuergelder durch Metal-Förderung? Kritik vom Bund der Steuerzahler. Musik ist Kultur. Und Metal ist keine Musik? Der Bund der Steuerzahler scheint diese Auffassung zu vertreten, hält Metal-Förderung für Geldverschwendung.
Metal wird in den Massenmedien immer dann abgefeiert, wenn es schräge Bilder vom Wacken Open Air dazu gibt. Im Rest des Jahres sind Metaller schmutzige Kinder, mit denen man nicht spielt – und die gefälligst keine Fördergelder vom Staat bekommen sollen. Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht jedes Jahr ein „Schwarzbuch“, in welchem Steuersünden und Geldverschwendungen des Staates aufgedeckt werden. In der neuen Ausgabe von 2011 wird darin die „Initiative Musik“ erwähnt. Im Absatz „Absurditäten der Steuermittelvernichtung“ wird konkret auf der Förderung der Metal-Band Drone herumgeritten. Der Bund der Steuerzahler zweifelt an, dass es sich um sinnvolle Kulturförderung handelt, einer Thrash Metal-Band wie Drone die Möglichkeit zu geben, in China aufzutreten. „Thrashmetall-Förderung (sic!) fällt nicht in die Zuständigkeit des Steuerzahlers“, heißt es im Schwarzbuch 2011.

Die „Initiative Musik“ reagiert: Der Bund der Steuerzahler verzerrt das Bild des China-Ausflugs von Drone, stellt Klischees aus dem Metal-Feindbild in den Vordergrund. „Metal-Musik ist ein wirtschaftlich bedeutender Sektor im deutschen Musik-Export“, stellt die Initiative klar.
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